Meine Heldenreise

Meine Heldenreise


August 2025 Meine Heldenreise

Seit vielen Jahren begleite ich Menschen – gemeinsam mit meiner Pferdeherde – auf ihrer Heldenreise. Wir führen sie durch einen tiefen, transformierenden Prozess. Nun spüre ich jedoch: Auch wir selbst brauchen eine Heldenreise.

Es ist nicht leicht, in Worte zu fassen, was eine solche Reise in einem Menschen bewegt. Deshalb habe ich mich entschieden, meine eigene Heldenreise sichtbar zu machen und mit dir zu teilen. Ich möchte dich, liebe Leserin, lieber Leser, mitnehmen – Schritt für Schritt. Jeden Tag gehe ich einen Schritt der Heldenreise, teile die Methoden, die ich nutze, die Erkenntnisse, die sich zeigen, und die Momente, in denen ich an meine Grenzen stoße. Dabei zeige ich mich mit meinen Stärken und Schwächen, mit Momenten der Verzweiflung ebenso wie mit Augenblicken der Kraft.

Meine Pferde sind meine Weggefährten und führen mich jetzt auf diesen neuen Pfad. Sie zeigen mir deutlich, dass unsere bisherige erfolgreiche Arbeit als Reittherapie-Team so nicht mehr weitergehen kann.

Kjesta sehnt sich nach einer wohlverdienten Pause, vielleicht sogar nach einem Sabbatical oder dem Ruhestand.

Fuego kämpft mit einem Fesselringbandsyndrom und kann für längere Zeit nur eingeschränkt mitwirken.

Und Besim – Besim geht ohnehin immer seinen ganz eigenen Weg. Funktionieren und Abarbeiten liegen ihm nicht. Er erinnert mich daran, dass es noch andere Formen des Seins gibt.

So beginnt unsere gemeinsame Heldenreise: ungewiss, ehrlich und von den Pferden geführt, die mir hier den Tritt in den Hintern geben, um anzufangen. Vielleicht braucht der eine oder andere Schritt auch länger als einen Tag. Vielleicht bringen sich auch die anderen Pferde der Herde, Franz und Randver, ein. Vielleicht zeigen sich auch noch andere Weggefährten.

Möge sich das zeigen, was Realität werden will.


Schritt 1- Wer bin ich

Es ist nicht leicht, in Worte zu fassen, was eine solche Reise in einem Menschen bewegt. Deshalb habe ich mich entschieden, meine eigene Heldenreise sichtbar zu machen und mit dir zu teilen.

Die Reise beginnt: WER BIN ICH?
• Reflexion über den aktuellen Lebenszustand
• Identifizieren von Stärken und Schwächen
• Erkunden der Ressourcen und Baustellen im Leben

Ich bin eine Frau, die zuhört – nicht nur den Worten, sondern dem, was dazwischen klingt: im Atem, im Zögern, im Blick.
Wenn ich mit den Pferden gehe, scheint es, als atme die Herde mit mir – ruhig, vertraut, verbunden. Ich spreche nicht viel, doch meine Gesten haben Gewicht, meine Stille ist voll von Sprache.
Ich bin groß und frei, kritisch und verantwortungsbewusst, verlässlich, manchmal bis zur Selbstaufgabe. Ich kann Energien spüren und lenken, kreativ denken und ungewöhnliche Lösungen finden. Meine Wurzeln sind stark, doch halte ich manches zu lange aus, bevor ich es wage, etwas zu verändern.
Jetzt, älter geworden, kämpfe ich mich durch die Wechseljahre: ich werde müde, verliere mich und finde mich neu. Ich sehne mich nach Weniger – und trage doch die Verantwortung, für mich und meine Pferdeherde zu sorgen. Ich reise gern, liebe es unterwegs zu sein. Ich bin schüchtern bin, manchmal gehemmt. Ich habe große Ideen – und überwinde meine Ängste, um dorthin zu gehen, wohin es mich zieht. Vieles trage ich still in mir, denke und bedenke, und kann doch unermüdlich anpacken.
Bin ich glücklich? Meistens ja, manchmal nicht. Ich bin ein Naturkind – zu Hause mit Erde unter den Fingernägeln, mit Sonne im Gesicht und Käfern am Wegesrand. Ich liebe Schlangen – und fürchte sie zugleich.
Ich bin Freundin, Gefährtin, die Sonne, um die sich manches dreht, und die, die das Futter bringt. Meine Herde trägt mich – und ich halte den Raum für sie. Manchmal auch umgedreht.
Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten, im direkten Kontakt, von Herz zu Herz. Ich kann andere durch tiefe Täler begleiten, ohne wegzusehen, denn ich kenne die Dunkelheit und fürchte sie nicht. Und doch brauche ich ebenso die Wärme der Sonne, die Leichtigkeit, das Lachen, das Spielerische.
Ich erde. Ich verbinde. Ich begleite auf neuen Wegen.


Schritt 2- Der Ruf

Der Ruf des Abenteuers: Den Alltag verlassen

• Erforschen von Sehnsüchten und inneren Träumen
• Umgang mit Veränderungen und Herausforderungen
• Den Mut finden, die Komfortzone zu verlassen

Ich habe eine Schamanische Reise gemacht um bei den Helfern der Anderswelt nach meinen jetzigen Bestimmung zu fragen.
Ein bisschen kommt mein Ruf von außen, von meinen Pferden, die ihre Arbeit verändern möchten. Er kommt mir nicht gelegen, der Ruf. Weil mit eben dieser Arbeit verdiene ich das Geld für mich und meine Pferde. Aber so ist das mit „ dem Ruf“ wofür es gut ist erkennt man meist erst am Ende der Reise
Meine schamanische Reise zum Ruf
Ich tauche ein in die Anderswelt.
Ich finde mich im Wasser eines Flusses wieder und treibe mit der Strömung.
Die Strömung wird stärker.
Ich erhalte eine Botschaft: „Halte dich an einer Liane fest!”
Das Wasser rauscht nun schnell und reinigt mich.
Es schmerzt ein wenig, wie bei einem Peeling, und doch spüre ich die Kraft der Reinigung. Dann lasse ich los.
Plötzlich bin ich ganz vom Wasser umgeben.
Ich verliere die Orientierung und weiß nicht mehr, wo oben und unten ist.
Einen Moment lang bin ich panisch, doch dann erkenne ich:
Ich kann unter Wasser atmen.
Ruhe kehrt ein. Ich löse mich auf.
Ich weiß nicht mehr, wo ich beginne und wo ich ende.
Die Reinigung hat meine Begrenzungen aufgehoben.
Meine Haut ist dünn und durchlässig geworden.
Ich werde sehr groß und kann überall gleichzeitig sein.
Sanft werde ich an ein Ufer getragen.
Nackt.
Dort warten meine Pferde Kjesta, Fuego und Besim auf mich.
Sie wollen mich weiterhin begleiten – auch in der realen Welt, allerdings in neuer Form.
Dann erscheint Frekkja, meine verstorbene Stute.
Ich darf auf ihr reiten.
Mit ihrem einzigartigen Galopp trägt sie mich zu einer Lichtung.
Dort wartet meine Ahnenführerin.
Sie überreicht mir eine Blume.
Andere Spirits schenken mir eine Trommel und noch einige andere Dinge.
An die ich mich nur schemenhaft erinnere.
Sie bemalen meinen Körper von Kopf bis Fuß mit Erdfarben. Ich soll warten, bis die Farbe trocknet.
Frekkja spricht zu mir:
„Erinnerst du dich, wie ich dich einst die Verbindung zu allem lehrte?”
Ja, sie hatte es mir in der realen Welt gezeigt.
Nun tue ich es.
Ich werde ganz still und verbinde mich über mein Herz mit allem, was ist.
Ich werde zur Luft, zur Erde, zu Pflanzen, zu Insekten und zu Vögeln.
Ich bin in allem und alles ist in mir.
Ich tue nichts, sondern bin, spüre und vertraue. Immer, wenn der Impuls kommt, zu handeln, gehe ich wieder ins Spüren und Vertrauen.
Dann führt mich der Weg unter die Erde.
Dort ordne ich die Wurzeln, löse Knötchen und sorge dafür, dass alle an Wasser und Erde kommen – zuerst meine eigenen.
Dann die der anderen.


Schritt 3- Die Blockade

Die Blockade überwinden: Glaubensmuster und Hindernisse

• Auseinandersetzung mit eigenen Glaubenssätzen
• Erkennen und angehen von inneren Blockaden
• Loslassen von logischen Erklärungen

Ich muss nicht lange suchen – ich brauche nur still zu werden und spüren, was „der Ruf“ in mir auslöst. Denn ich bin gut im Blockieren von mir selbst.
Transformation, das Sortieren meiner oder anderer Wurzeln, Hingabe, ja, das liebe ich.
Aber ruhig werden, auflösen, einfach sein, das ist schwer für mich.
Verbinden fällt mir leicht. Doch in dieser Verbindung zu bleiben, ohne gleich wieder etwas tun zu wollen, das ist meine Herausforderung.
Ich bin mit dem Glaubenssatz groß geworden: Nur durch Leistung und Handeln kann ich mir etwas erarbeiten. Das hat gut funktioniert – aber mein Leben dadurch auch anstrengend gemacht. Ich trage viel, manchmal zu viel, und halte es zu lange aus. Meine Pferde haben mich auf diesem Weg getragen – jetzt möchten sie dies nicht mehr unterstützen. Und das macht mir Angst.
Angst, nicht genug Geld zu verdienen, wenn ich nicht mehr hart arbeite. Angst, meine Herde nicht halten zu können. Angst, mich verkaufen zu müssen, wenn ich etwas Neues anbiete, das mir wirklich am Herzen liegt. Werbung fällt mir schwer – ich bin dann schüchtern, gehemmt. Und wenn ich sehe, wie andere mit frischem Elan Angebote bewerben, die ich seit 20 Jahren lebe, spüre ich Neid.
Und doch weiß ich: Solange ich glaube, nur durch "viel Machen" genug zu verdienen, werde ich mich in jedem System überlasten – ob mit "in die Werbung einsteigen", Online-Business oder etwas anderem.
Mein Ruf fordert mich heraus: still zu werden, meine eigenen Wurzeln zu sortieren und dann die der Anderen. Aber dann kommt die nächste Angst: Wer bucht meine Kurse, wenn ich einfach nur bin?
Die Reittherapie war da einfach – sie füllte sich von selbst, ohne dass ich dafür werben musste. Doch jetzt ruft etwas anderes.


Schritt 4- Das Ziel


Das Ziel setzen: Erste Schritte in die Veränderung

• Formulieren von konkreten Zielen
• Anleiten zur Umsetzung von Handlungsplänen
• SMART-Ziele setzen

Zum Thema „Ziel“ habe ich eine Tierkommunikation mit der Pferdeherde durchgeführt. Nicht nur ich, sondern auch fünf weitere Frauen aus meiner Stallgemeinschaft.
Wir haben uns getroffen und die Pferde gefragt, was sie möchten, was ihnen wichtig ist, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen und welche Ideen sie zu mir haben.

Hier ein paar Auszüge:

Kjesta: ich möchte tiefe, tiefe Verbindung. Und heilen, etwas in mir und etwas im anderen. Ich möchte nicht mehr so viel Verantwortung für Gruppen tragen und den energetischen Raum alleine halten. Franz bietet sich an, mitzumachen. Sie sehnt sich nach Ruhe und möchte zeigen, wie man schwach sein kann.
Kjestas Rat an mich: „Ich möchte gerne mit dir zusammen heilen.“
Besim gibt Sanftmut und Klarheit. Er sieht seine Herdenleitung als seine Hauptaufgabe. Nicht das Begleiten von Menschen. Wenn wir Geld verdienen wollen, sollen wir halt jemanden suchen, der ihn dafür bezahlt.
Besims Rat an mich: „Gehe deinen komplett eigenen Weg.“
Randl ist glücklich. „Ich möchte gerne bei dir mitmachen!” (Er ist nicht mein Pferd.)
Maike: „Bei was möchtest du mitmachen?” Ich weiß doch noch nicht einmal, was ich genau machen werde.
Randl: Egal, ich möchte mitmachen. Das wird wunderbar!
Fuego: Ich möchte mich bewegen, Wettkampf erleben und Spaß und Freude haben.
Er ist glücklich mit seiner Arbeit als Therapiepferd.
Sein Rat an mich: Spüre erst einmal selbst, dass du getragen bist.
Franz: „Willst du jetzt hören, was ich geben kann oder womit du Geld verdienen kannst?“
Maike: „Beides.“
Franz: „Weisheit, das Leben nicht so ernst nehmen, lustige Sachen machen und das nehmen, was man kriegen kann.“
Maike: „Und dein Rat an mich?“
Franz: „Das Gleiche!“

Was ich für mich gleich umsetzen möchte:
1. Meine Homepage so umschreiben, dass das therapeutische Reiten nicht mehr im Mittelpunkt steht.
2. Meine laufenden Stunden kreativer gestalten.
3. mehr um Hilfe bitten.
4. meine Preise noch einmal überarbeiten.


Schritt 5- Die Verbindung

Die Verbindung: Unterstützung und Widerstand

• Identifizieren von unterstützenden und herausfordernden Beziehungen
• Mentorship und Begleitung
• Umgang mit Unterstützung und Hindernissen

„Die Verbindung“ ist der 5. von 11 Schritten in der Heldenreise
Als Methode lauschte ich den Zeichen, Rückmeldungen und Begegnungen der letzten Tage. Mit wem war ich in Verbindung, wer ist mir begegnet. Welche Botschaften haben mich erreicht.
Rückmeldungen zu meiner bisherigen Heldenreise:

• Mut, Offenheit, Echtheit. Was mich wirklich bewegt, kann ich angstfrei in der Öffentlichkeit zeigen.
• Rückmeldung, dass viele ähnlich fühlen – besonders jene, die Räume für und mit Pferden halten. Erschöpfung. Suche nach neuen Wegen. Wie kann es gelingen, das Wirken der Pferde zu bewahren, ohne dabei selbst zu verglühen? Ich weiß: Dieses Wissen und die Fähigkeiten, die wir bei den Pferden lernen, wird jetzt gebraucht.
• Schamanische Reisen, Tierkommunikation – für manche fremd und spuky für mich seit Jahren vertraute Begleiter. Sie tragen mich und die Menschen, die zu mir kommen.

Zwei Therapiestunden liefen anders, tiefer. Die Pferde mussten nicht funktionieren. Ich durfte einfach begleiten. Das macht mir Mut, mehr in diese Richtung zu gehen.

Meine Jahresgruppe half mir, Flyer zu verteilen. Ganz selbstverständlich. Nichts Komisches daran.

Und es meldeten sich fünf Menschen für Reittherapie. Verlockend. Einfach. Verdienst, der sofort möglich wäre. Und doch frage ich mich: Ist das die Versuchung, im Alten zu bleiben – oder der Übergang ins Neue?


Schritt 6- Das Herz der Reise

Das Herz der Reise: Tiefere Erkenntnisse und Selbstfindung

• Erforschen der persönlichen Motivation und tieferliegender Ziele
• Entwicklung eines tieferen Verständnisses von sich selbst
• Aufmerksamkeit auf innere Intuition und Herzenswünsche

Wir haben heute die Heldenreise getanzt. Bei den Pferden auf der Koppel. In Mitten von Pfefferminze und Moskitos:

Meine Stärke ist das Spiel. Nicht das oberflächliche, das betäubt – sondern das Spiel, das aus der Tiefe wächst.
Wenn ich im Spüren bin, wenn ich mich verankere in der Erde, dann bin ich ganz bei mir. Dann fühle ich, wie der Atem mich trägt, wie das Leben durch mich fließt.
Aus dieser Tiefe entsteht meine Leichtigkeit. Sie ist kein Entweder-oder, kein Weglaufen vor dem Schweren, sondern ein Geschenk, das sich öffnet, wenn ich es mir selbst erlaube.
Im Spiel finde ich meine Freiheit, im Spaß meine Kraft, in der Leichtigkeit mein Strahlen. Und gerade weil ich tief gehe, darf ich leicht sein.
Ich bin ganz ich, wenn Boden und Himmel in mir zusammenkommen: geerdet und frei, spielerisch und wahr.

Danke an ChatGPT, der aus meinen Spiegelstrichen so einen schönen Text gemacht hat.


Schritt 7- Die Zereissprobe

Die Zerreisprobe: Altes und Neues

• Umgang mit innerer Spannung und Widersprüchen
• Beobachtung des Wandels und des Entstehens neuer Perspektiven
• Erforschung der eigenen Grenzen und Fähigkeiten

Die Zerreißprobe hat länger gedauert. Mehrmals habe ich angesetzt, doch es war noch nicht das Richtige. Ich bin tief hineingegangen – und es ist nicht angenehm.

Ich wünsche mir Ruhe. Zeit, um mich neu zu orientieren. Ich möchte allein mit mir sein, trödeln, mit den Ponys abhängen und doch stecke ich mitten im Leben fest.
Statt Rückzug habe ich noch mehr gearbeitet, um Fuegos Krankenhausaufenthalt zu finanzieren.
Eigentlich will ich Ruhe, Spiel und Leichtigkeit. Ich will albern sein und lachen. Doch stattdessen renne ich und tue und mache. Weil es mir Nötig erscheint.

Mein aktuelles Vorbild ist King Julien, der Lemurenkönig aus dem Film Madagascar.
Er regiert als Anti-König – mit Tanz und Spaß. Er verweigert Verantwortung, entzieht sich, macht Fehler, lässt sich von Gefühlen treiben – und regiert trotzdem. Sein Vorteil: Er hat gute Helfer und Begleiter.

Mein anderes Vorbild ist Besim. Er ist ganz präsent, weiß, was für ihn stimmt, und probiert Neues aus, wenn es ihn interessiert. Wenn er Spaß hat, macht er mit. Wenn nicht, verweigert er sich. Er hat Tage, an denen er nicht bereit ist zu funktionieren – und steht dazu.

Die letzten Tage habe ich versucht, mehr dem Spaß zu folgen. Dabei hatte ich keine Lust, an meiner Heldenreise weiterzuschreiben. Jetzt frage ich mich: Wie kann ich der Freude folgen und trotzdem ein verlässlicher Partner bleiben? Wie kann ich Geld verdienen, wenn ich eigentlich Ruhe brauche?

Mein Leitspruch: „Alles ist da – Alles verändert sich“


Schritt 8 - Das Scheitern

Das Scheitern als Chance: Kreativität und Wachstum

• Umgang mit Misserfolg und Scheitern
• Akzeptanz des Unvermeidlichen
• Das Scheitern als Teil des Wachstumsprozesses betrachten

Ich halte aus.
Selbst wenn es schwer wird, bleibe ich.
Loyal bis zur Selbstaufgabe.
Verbindlich wie ein Fels.
Ich suche und finde kreative Lösungen in engen Situationen.
Ich trage, auch wenn es mich etwas kostet.
Und doch –
da ruft eine andere Stimme:
Leichtigkeit, Spiel, Albernheit, Lachen.
Einfach nur sein.
Unbeschwert.

Dazwischen verliere ich mich.
im Anspruch, immer zuverlässig zu sein.
im Ruf, die Welt zu retten,
im Wunsch, Lasten zu tragen –
die meiner Pferde,
die der anderen.

Ich scheitere daran.
Mir selbst Ruhe zu gönnen.
Still zu werden.
Mich zu entlasten.
Die Schwere fallen zu lassen.
ohne Schuld,
ohne Pflicht.


Schritt 9- Das Opfer

Sep. 2025 Das Opfer: Loslassen und Abschied nehmen

• Abschied von alten Mustern und Gewohnheiten
• Trennung von Dingen, die nicht mehr dienlich sind
• Transformative Rituale

Nach meiner Reise durch meine Unterwelt, mit der Zerreißprobe und dem Scheitern, spüre ich nun sehr genau, was an der Zeit ist zu opfern. Und doch zögere ich. Denn das Opfer tut weh. Es heißt, sich von etwas Liebgewonnenem zu verabschieden.

Mir ist in den letzten Schritten klar geworden, dass es jetzt dran ist, mich von meiner erfolgreichen Arbeit als Reittherapeutin zu verabschieden – zumindest teilweise. Damit ich die Pferde behalten kann, werde ich die Arbeit ein Stück weit weitermachen. Aber stark reduziert.

Mit dem kommenden Herbst gehe ich in eine Winterruhe. Ich nehme keine neuen Klient*innen mehr an, und bei den bestehenden werde ich – solange keine Krise da ist – die Abstände zwischen den Stunden verlängern.
Das macht mir Angst. Ich habe mir diese Arbeit ausgesucht und alles allein aufgebaut. Es ist wirklich mein „Baby“. Die Vorstellung macht mir Angst, weil sie mich in einen finanziellen Engpass bringt und ich wohl von meinen Ersparnissen leben muss. Und es setzt mich unter Druck, all den Menschen abzusagen, die eine Reittherapie suchen.
Und trotzdem möchte ich es wagen.
Ich will mir ein paar Monate Zeit geben. Weniger tun. Mir und den Pferden eine Pause gönnen. Und ich möchte in Ruhe schauen, was Neues zu mir kommt. Welche Ideen, Wünsche, Visionen ihren Weg zu mir finden. Vielleicht starten wir im nächsten Jahr in neuer Frische wieder mit der Reittherapie. Vielleicht zeigt sich aber auch ein anderer Weg.

In der Heldenreise kommt nach dem Opfer der Schatz – das Neue, das auftaucht, wenn man das Alte loslässt. Und danach der weite Blick – der Moment, in dem man die ganze Reise noch einmal betrachtet und den roten Faden knüpft. Diese Schritte gehe ich später.

Die nächsten Monate lebe ich in der Lücke zwischen Schritt 9: dem Opfer, und Schritt 10: dem Schatz. Das ist die Leere – der Ort, an dem das Alte gegangen ist und das Neue noch nicht da ist. Dieser Ort macht Angst. Aber er ist auch der Ort der unendlichen Möglichkeiten. Und das, was dort langsam als Schatz auftaucht, wird hundertprozentig gut zu mir und den Pferden passen.
Wann mein Bericht zu Schritt 10: DER SCHATZ kommt weiß ich noch nicht. Solange berichte ich euch als der LEERE


Schritt 10- Der Schatz

Der Schatz: Neue Perspektiven und Wachstum

• Erforschen, wie die innere Leere gefüllt werden kann
• Entdeckung von neuen Chancen und Potenzialen
• Schätzen, was das Leben uns schenkt


Schritt 11- Der weite Blick

Der weite Blick: Bilanz ziehen und Ruhe finden

• Rückblick auf die Heldenreise und ihre Erkenntnisse
• Ernte der Erfahrungen und Erkenntnisse
• Vorbereitung auf zukünftige Abenteuer und Reisen


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